An
der sächsichen Elbe herrscht die höchste 'Fährendichte'
Deutschlands
Auf einer Länge
von gut 170 Kilometern durchfließt die Elbe das
Land Sachsen. Allein in diesem
Abschnitt verkehren noch heute 23 Fähren zwischen
den Ufern. Die Zahl der Straßenbrücken
lässt sich dagegen an zwei Händen abzählen.
Im oberen Bereich - von Dresden
bis nach Tschechien - ist die "Fährendichte"
sogar noch größer. Hier gibt es 14
Verbindungen auf rund
65 Kilometer, also durchschnittlich alle fünf Kilometer
eine Fähre.
Sowohl kulturgeschichtlich
als auch wirtschaftlich, aber auch im Bewusstsein der
Bewohner, sind die
Fähren für Sachsen von größerer
Bedeutung, als in den meisten Teilen Deutschlands. Im jüngsten Heft ihrer Zeitschrift
"Der Fährmann" hat die "Arbeitsgemeinschaft
Binnenfähren in
Deutschland" zum zweiten Male den sächsischen
Elbefähren einen regionalen
Schwerpunkt gewidmet.
In der Arbeitsgemeinschaft,
einer Initiative des Deutschen
Schiffahrtsmuseums in Bremerhaven, arbeiten Fährbetreiber,
Fährleute, Wissenschaftler
und interessierte Laien aus ganz Deutschland ehrenamtlich
an der Bestandsaufnahme
und Erforschung des Fährwesens in Vergangenheit
und Gegenwart. Entsprechend
werden in den beiden Heften sowohl historische als auch
aktuelle Themen
berührt.
Dazu zählen
ein Gesamtüberblick über die Entwicklung des
Fährwesens in
der Region, die Geschichte der Laubegaster Fähre
und der Pillnitzer Schlossfähre, die Rolle, die die Fähre
in Strehla beim "Treffen in Torgau" spielte
sowie die wechselvolle Geschichte
der Bad Schandauer Fähren vom Kahn über die
Blütezeit der großen Fährdampfer bis zum heutigen Motorschiff.
Welche Fährstellen
gibt es in Dresden, wie arbeitet man bei den Dresdener
Verkehrsbetrieben als
Fährmann und wie hat es die Oberelbische Verkehrsgesellschaft
geschafft, ihren Betrieb
zu rationalisieren und die Fähren damit weitgehend
zu erhalten oder
was haben Fährleute und Sportbootführer für
ein besseres gegenseitiges Verständnis unternommen, sind einige
der Fragen mit aktuellem Bezug.
Auch technische
Aspekte werden angesprochen: Was ist eigentlich ein
Kaffenkahn und was
hat die Dampfmaschine im Lauenburger Elbschiffahrtsmuseum
mit den Fähren der Oberelbe
zu tun? Selbstverständlich werden auch die Exponate
des Dresdner Verkehrsmuseums
zum Fährwesen vorgestellt und beschrieben. Welche
Rolle Fähren in der
Region spielen, mag auch daran deutlich werden, dass
manche Zeitung Fähren in ihrem Namen trägt und trug.
Die einzelnen Beiträge
sind durch Konstruktionszeichnungen und Fotos ergänzt.
Die Hefte enthalten
jeweils eine Übersichtskarte mit der Lage der ehemaligen
und der noch vorhandenen
Fährstellen. Die
beiden "Sachsen-Hefte" sind zu beziehen beim "Fährmann"
Pressemitteilung
vom August 2000 |
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